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Suchmaschinenoptimierung in WordPress mit Yoast SEO

SEO für WordPress

Wenn Du Suchmaschinenoptimierung in WordPress betreiben möchtest, dann kommst Du um ein Plugin nicht herum: Yoast SEO. Denn dieses ermöglicht Dir schon in der kostenlosen Version genügend Optionen, um Deine Webseite für Google und Co. zu optimieren. Wie genau das funktioniert und welche anderen SEO-Maßnahmen Du noch ergreifen kannst, werde ich Dir im Folgenden erklären. Eine Video-Anleitung findest Du ganz unten.

Erste Schritte

Als erstes musst Du Yoast SEO als Plugin installieren und aktivieren. Wenn Du noch nicht weißt, wie Du Plugins installierst, dann empfehle ich Dir meinen Leitfaden zu den wichtigsten Funktionen in WordPress. Außerdem ist der Artikel mit den 5 Tipps zu WordPress sicher sehr hilfreich für Dich.

Bevor Du das gerade installierte Plugin zum ersten Mal benutzt, gibt es noch einige Maßnahmen vorweg zur Suchmaschinenoptimierung in WordPress: So solltest Du zum Beispiel unter Einstellungen > Permalinks sicherstellen, dass Deine Blogbeiträge im Format Beitragsname veröffentlicht werden. Das bedeutet, dass sich die URL beziehungsweise der Link zum jeweiligen Blogbeitrag, den Du veröffentlichst, aus dem Titel des Beitrags zusammensetzt. Ein Beispiel: Für meine Webseite Work-Life-Balance-Coach.com habe ich einen Blogbeitrag geschrieben, der den Titel „Wie klingt Stille?“ trägt. Die URL zu diesem Artikel leitet sich aus der Überschrift ab, die mithilfe von Bindestrichen an den Namen der Webseite dran gehangen wird. Dies ergibt folgende URL: https://work-life-balance-coach.com/wie-klingt-stille/. (Ich habe diese URL noch weiter gekürzt. Du kannst dies auch tun, indem Du beim Permalink unter der Überschrift eines Blogbeitrags auf „bearbeiten“ klickst.)

SEO Screenshot 01

Fakt ist auf jeden Fall, dass Suchmaschinen URLs lieben, die sich aus dem Titel zusammensetzen und nicht aus dem Datum oder aus Ähnlichem. Für Leser hat das außerdem auch den Vorteil, dass sie an der URL erkennen können, um was es in dem Text geht.

Yoast SEO und die verschiedenen Lämpchen

Wenn Du nach der Installation von Yoast SEO auf die Übersicht aller Beiträge gehst, siehst Du, dass rechts oben in der Kopfzeile neue Symbole aufgetaucht sind. Diese zeigen Dir später an, wie gut Dein Beitrag für die Suchmaschinen optimiert wurde. Grün bedeutet gut; Orange bedeutet mittel; Rot bedeutet schlecht.

SEO Screenshot 02

Wie Du vielleicht gesehen hast, bewertet das Plugin nicht nur SEO-Faktoren, sondern auch die Lesbarkeit.

Wenn Du einen Beitrag öffnest, siehst Du die beiden Lämpchen auch. Das Lämpchen für die Suchmaschinenoptimierung in WordPress wird erst dann aktiviert, wenn Du unten ein Fokus-Keyphrase definiert hast. Dies ist das Schlagwort oder die Formulierung, auf die Dein Text optimiert werden soll.

SEO Screenshot 03

Das Lämpchen für die Überprüfung der Lesbarkeit leuchtet, sobald Dein Beitrag die ersten Wörter enthält. Dementsprechend kann ein leerer Beitrag nicht auf Lesbarkeit geprüft werden.

Mängel verbessern

Falls Du bei der Lesbarkeit oder bei SEO noch ein rotes oder orangenes Lämpchen angezeigt bekommst, ist das kein Grund zur Panik! Schließlich schlägt Yoast automatisch Änderungen vor, mithilfe derer Du Deinen Beitrag optimieren kannst. Du siehst unterhalb des Editor-Fensters einen Bereich, der Dir eine SEO- und eine Lesbarkeits-Analyse anzeigt. Bedeutet konkret: Das Plugin prüft Deinen Text auf bestimmte Faktoren. Sind gewisse Dinge nicht erfüllt, dann werden sie rot oder orange dargestellt und entsprechende Änderungen werden vorgeschlagen. Die Dinge, die bereits gut sind, bekommen einen grünen Punkt hinter die Prüfung.

SEO Screenshot 04

Aber was konkret kann das Plugin alles bemängeln? Lass mich Dir ein paar Beispiele geben…

Beispiele für Mängel

  • Fehlende Links: Sollte Dein Beitrag noch keine Links aufweisen, dann schlägt Yoast SEO Alarm. Das Plugin erinnert Dich daran, dass Du sowohl interne als auch externe Links einfügen solltest. Interne Links sind Verlinkungen zu Beiträgen auf Deiner eigenen Webseite. Externe Links dagegen sind Verlinkungen auf fremde Webseiten.
  • Fehlende ALT-Attribute: Zunächst einmal solltest Du immer mit Bildern arbeiten, indem Du mindestens ein Titelbild für Deinen Beitrag definierst. Darüber hinaus solltest Du gewährleisten, dass jedes Bild ein sogenanntes ALT-Attribut enthält. Dies ist eine Bildbeschreibung für Menschen mit einer Sehbehinderung. Diese können von einem Assistenzprogramm die Bildbeschreibung vorlesen lassen und wissen damit, was auf dem Bild zu sehen ist. Man spricht hierbei von Accessibility (deutsch: Barrierefreiheit).
  • Keyphrasendichte: Wenn Du Deinen Text auf ein bestimmtes Schlagwort optimierst, dann sollte es auch häufig im Text auftauchen. Allerdings auch nicht zu häufig. Gemessen an der Länge des Textes gibt es einen Richtwert, wie häufig das entsprechende Schlagwort im Text vorkommen sollte. Wenn es zu häufig oder zu selten vorkommt, dann signalisiert Yoast SEO dies mit einem roten Lämpchen.
  • Zwischenüberschriften: Überschriften zwischen den einzelnen Absätzen sind aus mehreren Gründen sinnvoll. Einerseits lassen sich Texte so leichter überfliegen (siehe Leseverhalten im Web). Andererseits lieben Suchmaschinen Web-Texte, die mithilfe von Absätzen und Zwischenüberschriften gegliedert sind.

Fazit

Wie Du gesehen hast, ist Suchmaschinenoptimierung in WordPress kein Hexenwerk. Mit einem Tool wie Yoast SEO bekommst Du eine Hilfe an die Hand, die zudem kostenlos ist. Das Plugin schlägt Dir automatisch vor, was Du verbessern kannst. So musst Du nur Schritt für Schritt die Verbesserungsvorschläge durchgehen und Deinen Text entsprechend optimieren.

Einen Tipp möchte ich Dir am Ende noch geben. Ein kluger Leitsatz besagt:

„Schreibe Deine Blogbeiträge für Menschen und nicht für Suchmaschinen!“

Das bedeutet, dass Du im Zweifel lieber an Deine Leser denken solltest, als strikt alle Vorschläge unbedacht zu übernehmen, die Dir Yoast SEO vorschlägt. Dabei spielt auch eine gute Rechtschreibung eine Rolle. Denn im Endeffekt ist das Plugin nur ein Computer-Programm und Du kannst besser einschätzen, wie Deine Leser ticken.

Hier wie versprochen noch das Erklärvideo zu diesem Artikel:



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**Beitragsbild von Cookie the Pom auf Unsplash


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