Software, um ein Buch zu schreiben: Word, Canva & Co.

Titelbild Software Buch schreiben

Du fragst Dich, welche Software Du brauchst, um ein Buch zu schreiben? Dann bist Du hier genau richtig! Denn in diesem Artikel stelle ich Dir nicht nur die wichtigsten Schreibprogramme für Autoren vor, sondern zeige Dir auch, was Du fürs Cover-Design benötigst. Bei jedem hier vorgestellten Programm zeige ich Dir die Vorteile und Nachteile, die es hat. Außerdem findest Du für zahlreiche Software-Lösungen auch direkt das passende Erklärvideo darunter.

Software zum Schreiben Nr. 1: Canva

Canva bezeichnet sich selbst als „die visuelle Suite für alle“. Die Plattform ist also für visuelle Inhalte konzipiert. Dies können Grafiken und Videos aller Arten sein – nicht nur für Self-Publisher. Aber gerade wenn Grafik und Design im Mittelpunkt stehen, ist Canva die ideale Software, um ein Buch zu schreiben. Das wirst Du vor allem dann feststellen, wenn Du ein sogenanntes Low-Content-Buch erstellen möchtest. Dieser Begriff fasst alle Buch-Typen mit wenig Inhalt zusammen. Dies können beispielsweise Notizbücher, Tagebücher, Malbücher, Workbooks, Rätselhefte oder Kochbücher sein. Darüber hinaus ist Canva auch eine gute Wahl für die Gestaltung von Kinderbüchern.

Canva bietet zahlreiche Vorlagen an. Diese solltest Du nach Deinen eigenen Wünschen anpassen, wenn Du ein Buch mithilfe von Canva schreiben möchtest. Das heißt, Du kannst zum Beispiel neue Grafiken und Bilder hinzufügen oder die Schriftarten ändern.

Der große Nachteil von Canva ist die Gestaltung von größeren Textmengen. Deshalb ist diese Software-Lösung auch nicht die ideale für Romane oder Sachbücher, wo richtig viel Fließtext enthalten ist. Zwar kannst Du zwischen linksbündig, rechtsbündig, zentriert und Blocksatz wählen. Aber eine Silbentrennung ist nicht möglich, sodass beim Blocksatz schnell große Lücken zwischen den Wörtern auftreten. Und auch eine globale Formatierung der Überschriften und so weiter ist nicht möglich.

Wenn Du Canva jedoch für Low-Content-Bücher einsetzt, dann ist einiges möglich. Im Video unten zeige ich Dir, wie man mithilfe von Canva ein komplettes Notizbuch erstellt. Ich zeige Dir aber nicht nur, wie Du den Innenteil und das Cover in Canva gestalten kannst, sondern ich zeige Dir auch, wie Du 3D-Mockups erstellst:

Canva gibt es in einer kostenlosen Version oder in einer kostenpflichtigen Version, bei der Du monatlich oder jährlich im Abo zahlst. Meiner Meinung nach ist die kostenlose Version nicht für das Erstellen von Büchern geeignet, weil zu viele Funktionen fehlen.

Weitere hilfreiche Videos zu Canva:

Software zum Schreiben Nr. 2: Microsoft Word

Die zweite Möglichkeit, die ich Dir vorstellen möchte, um ein eigenes Buch zu schreiben, ist Microsoft Word. Mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit hast Du mit diesem Programm schon gearbeitet, weil es einfach gefühlt das am meisten verbreitete Schreibprogramm ist. Viele von uns haben mit Word die ersten Aufsätze in der Schule, im Studium oder in der Ausbildung geschrieben. Und das wiederum hat zur Folge, dass viele Menschen dieses Programm grundsätzlich schon ganz gut bedienen können (Stichwort: Tastaturbefehle). Doch um ein Buch mit dieser Software zu schreiben, braucht es noch ein paar Spezialkenntnisse. Diese verrate ich Dir in einem weiteren Artikel auf meinem Blog, in dem es um die Formatierung eines Taschenbuchs für Amazon KDP geht. In diesem Artikel findest Du auch eine kostenlose Checkliste zum Download. Das passende Video dazu ist dieses hier:

Lass uns nun aber noch schauen, welche Vorteile und welche Nachteile Microsoft Word hat. Fangen wir mit den Vorteilen an: Im Gegensatz zu Canva haben wir in Word eine Vielzahl an Optionen zur Text-Formatierung. Besonders hilfreich sind dabei die Formatvorlagen. Dies sind die Kacheln, die Du rechts oben in Word findest. Mit diesen kannst Du beispielsweise Überschriften definieren, die dann automatisch im Inhaltsverzeichnis übernommen werden – inklusive der passenden Seitenzahl dahinter. Die Formatvorlagen sind besonders dann extrem praktisch, wenn Du eine Einstellung wie beispielsweise den Zeilenabstand global im gesamten Dokument ändern möchtest – also auf allen Seiten. Was darüber hinaus total praktisch ist: Eine Word-Datei kannst Du bei Amazon KDP direkt als E-Book hochladen, ohne sie umwandeln zu müssen. Mehr dazu in meiner Anleitung zur E-Book-Formatierung.

Nachteile: Man kann nicht so gut mit Grafiken arbeiten wie in Canva.

Genau wie Canva ist auch Word kostenpflichtig. Aber das Ganze ist preislich überschaubar, wie ich finde.

Weitere hilfreiche Videos für Autoren zu Microsoft Word:


Für alle Self-Publisher, die mit Microsoft Word arbeiten, biete ich hilfreiche Tools an: meine Taschenbuch-Vorlagen und meine Schreib-Files.


Software zum Schreiben Nr. 3: Google Docs

Es gibt eine kostenlose Alternative zu Microsoft Word. Und das ist Google Docs. Dieses Schreibprogramm hat viele ähnliche Funktionen, sodass man es intuitiv schnell erlernen kann. Jedoch hat es eben längst nicht alle Features, die Microsoft Word bietet, sodass man schnell an seine Grenzen stößt. Für bestimmte Szenarien ist es aber tatsächlich geeignet, um ein eigenes Buch zu schreiben. Wie dies möglich ist, demonstriere ich Dir in folgendem Video:

Software zum Schreiben Nr. 4: Adobe InDesign

Die Premium-Variante für den Buchsatz und die Formatierung ist Adobe InDesign. Dies zeigt sich einerseits im Preis, der deutlich über dem von Microsoft Word liegt. Andererseits hat dieses Programm auch einige Funktionen mehr als Word! So lassen sich beispielsweise registerhaltige Texte erstellen. Darunter versteht man die Eigenschaft, dass sich alle Textzeilen auf der linken und rechten Seite eines Buches auf exakt der gleichen Höhe befinden.

Mit InDesign arbeiten alle großen Agenturen und Verlage, um Zeitschriften und Bücher zu setzen.

Der Nachteil an der Fülle von Funktionen ist, dass diese eben nicht einfach so mal zu erlernen sind. Das heißt, Du solltest Dir die Frage stellen: „Ist es das Geld und den zeitlichen Aufwand wirklich wert, dass ich mir dieses Programm zulege und erlerne?“

Weiterer großer Nachteil von InDesign: Für den Fall, dass eine Agentur Dein Buch gesetzt hat und Dir die fertige Datei sendet, kannst Du an dieser Datei nichts mehr ändern, weil es eine PDF-Datei ist. Das ist auch der Grund, weshalb ich mit Microsoft Word arbeite. So können Kunden an der finalen Datei selbst noch kleine Änderungen vornehmen.

Software zum Schreiben Nr. 5: Affinity Publisher 2

Sind Dir die Funktionen von Word zu wenig, um Dein eigenes Buch zu verwirklichen? Aber ist Dir InDesign gleichzeitig auch zu teuer? Dann habe ich noch eine Alternative für Dich – nämlich den Affinity Publisher 2. Diese Software-Lösung ist speziell für den Buchsatz konzipiert, aber ist dabei deutlich günstiger zu bekommen als Adobe InDesign. Du solltest jedoch ebenso bedenken: Die zusätzliche Komplexität im Vergleich zu Microsoft Word bedeutet auch, dass Du Dir Zeit nehmen musst, um dieses Schreibprogramm zu erlernen.

Weitere hilfreiche Software: Adobe Photoshop

Ein letztes Programm soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben: Adobe Photoshop. Auch wenn Du Photoshop als Autor primär für das Cover-Design nutzen wirst, kann das Programm noch mehr. Theoretisch kannst Du mit Photoshop sogar den Innenteil Deines Buches erstellen, was vor allem für Kinderbücher interessant sein kann. Allerdings ist weitere Software vonnöten, um die einzelnen Seiten später „zusammenzukleben“. Dies könntest Du zum Beispiel mit Adobe Acrobat erledigen.

Hier findest Du ein Video, das Dir erklärt, wie Du Photoshop nutzen kannst, um mithilfe des Coverrechners von Amazon KDP Dein Buch-Cover zu erstellen:

Fazit

Bei der Suche nach der passenden Software, um ein eigenes Buch zu schreiben, kommt es auf viele Faktoren an: Welche Art von Buch möchtest Du veröffentlichen? Enthält es viel oder wenig Text? Planst Du aufwändige Grafiken? Wie viel Zeit und Geld bist Du bereit, in ein neues Schreibprogramm zu investieren?

Du findest diesen Artikel auch in Form eines Videos auf meinem YouTube-Kanal:


**Beitragsbild erstellt mithilfe von Canva


Dir hat dieser Artikel gefallen? Du findest mich auch auf Facebook, Instagram und YouTube. Wenn Du Dich für exklusive Inhalte interessierst, dann abonniere gerne meinen Newsletter.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert