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Podcast erstellen mit Podlove – die Anleitung für WordPress

Podcast erstellen mit Podlove

Podlove ist eines der beliebtesten Plugins für WordPress, wenn man einen Podcast erstellen möchte. In diesem Artikel werde ich Dir Schritt für Schritt erklären, wie Du das Plugin installierst und einrichtest, sodass Dein Podcast später in gängigen Podcast-Verzeichnissen wie iTunes gelistet werden kann.

Eine Sache vorweg: Ganz unten befindet sich ein Video, das die ganzen Schritte aus dieser Anleitung veranschaulicht.

Diese Anleitung richtet sich an alle, die ihren Podcast per Selbsthosting veröffentlichen wollen. Bei dieser Variante lädst Du den Podcast auf Deinen eigenen Webspace hoch. Außerdem schaffst Du die technischen Voraussetzungen, damit Dein Podcast gefunden werden kann, um auf bekannten Podcast-Verzeichnissen gelistet zu werden. Falls Du das Content-Management-System WordPress benutzt, musst Du für die technische Umsetzung ein Plugin installieren. Denn per se kann WordPress keine Podcasts veröffentlichen. Ich nutze als Plugin hierfür Podlove, welches eines der beliebtesten Plugins für Podcasts auf WordPress ist. Alternativen sind Blubbry PowerPress Podcasting und Seriously Simple Podcasting.

WICHTIG: Du solltest vorher unbedingt mit Deinem Webhosting-Betreiber abklären, ob es erlaubt ist, auf Deinen Webspace Podcast-Episoden hochzuladen. Unter Umständen ist es verboten und Du riskierst, dass Dein Podcast gelöscht wird oder Deine Webseite gesperrt wird. (Ich nutze für mein Webhosting den Dienst Siteground*, der das Hochladen von Podcasts erlaubt.)


Wenn Du wissen möchtest, welche Alternativen Du zum Selbsthosting hast, dann empfehle ich Dir meinen Artikel über die allgemeine Veröffentlichung eines Podcasts. Darin erfährst Du auch, ob sich YouTube und SoundCloud als Plattformen für Podcaster eignen.


Auch wenn ein Podcast etwas ist, das man sich anhört: Eine Audiodatei ist nicht gleich automatisch ein Podcast!

Was ist der Unterschied zwischen einer Audiodatei und einem Podcast?

Falls Du Dich fragst, warum man nicht einfach eine Audiodatei auf seiner Webseite hochladen kann, um einen Podcast zu erstellen: Ein Podcast ist per Definition keine Audiodatei, sondern eine Serie von mehreren Audiodateien, die sich abonnieren lässt. Der Aspekt des Abonnements steht also klar im Vordergrund. Deshalb ist die technische Umsetzung auch nicht ganz so einfach wie das Einbetten einer einzelnen Audiodatei auf einer Webseite.

Für viele meiner Sound-Design-Tutorials nutze ich beispielsweise eingebettete Audiodateien, die man abspielen kann, um sich das fertige Ergebnis anzuhören. Diese lade ich in WordPress über die Funktion „Medien“ auf den Server hoch und bette sie dann im jeweiligen Text ein. Allerdings handelt es sich hierbei wie bereits erwähnt nicht um einen Podcast. (Es wäre auch schlimm, wenn jede Audiodatei, die ich hochlade, in einem Podcast-Verzeichnis wie iTunes oder Google Podcasts auftauchen würde. ^^)

Der Prozess, um einen Podcast in WordPress zu erstellen, ist leider ein wenig komplizierter. Wenn man die technische Umsetzung genauer verstehen möchte, dann kommt man um einen Begriff nicht herum: Podcatcher.

Was ist ein Podcatcher?

Einfach ausgedrückt: Ein Podcatcher ist eine Software, die es ermöglicht, dass man einen Podcast abonnieren kann. Du möchtest ja schließlich, dass Dein Podcast erstens über Verzeichnisse gefunden werden und außerdem abonniert werden kann. Schließlich werden Deine Zuhörer so jedes Mal informiert, wenn Du eine neue Podcast-Episode veröffentlichst. Ähnlich wie eine Suchmaschine durchsuchen Podcatcher Deine Webseite nach einem bestimmten Code. Wenn sie diesen gefunden haben, können sie Deinen Podcast ganz automatisch in ihrem jeweiligen Verzeichnis (iTunes, Google Podcasts etc.) aufnehmen. Neue Episoden werden automatisch synchronisiert. Vorteil: Du musst nichts Weiteres mehr dafür tun, nachdem Du einmal Deinen Podcast eingerichtet hast. Das Praktische an Podcast-Verzeichnissen ist auch, dass die Leute Deinen Podcast finden können, ohne dass sie Deine Webseite besuchen.

Man nennt diesen Code, nach dem die Podcatcher suchen, einen Feed. Vielleicht hast Du diesen Ausdruck schon einmal gehört. Ein RSS-Feedreader wie Feedly arbeitet mit derselben Funktionsweise. Nur zeigt er dem Abonnenten nicht die Podcast-Episoden an, sondern die einzelnen Blog-Artikel, die auf der jeweiligen Webseite veröffentlicht wurden. Beispielsweise lautet der Feed für meine Webseite wie folgt: https://dominik-braun.net/feed/

Wenn Du den Link anklickst, dann siehst Du nur einen Code, mit dem Du wenig anfangen kannst. Ein Feedreader kann damit aber sehr viel anfangen. Er ist anhand dieser Informationen in der Lage, meine Webseite kontinuierlich nach neuen Blogbeiträgen zu durchsuchen. (Einen RSS-Feed einer Webseite findest übrigens auch, wenn Du auf das orange Symbol mit den Wellenlinien klickst. Du findest es meistens im unteren Fußbereich einer Webseite.)

Im Unterschied zu dem oben genannten Feed wollen wir in diesem Beitrag aber einen Feed generieren, der für den Podcast und nicht für Blogbeiträge gilt.

Genug der Theorie! Lass uns mit der Praxis anfangen!

Schritt 1: Podlove-Plugin installieren

Zunächst musst Du das Plugin Podlove installieren. Klicke also im linken Bereich des WordPress-Dashboards auf Plugins > Installieren. Du benötigst nun zwei verschiedene Plugins, die aber beide vom Entwickler Podlove stammen – nämlich den Podlove Podcast Publisher und den Podlove Web Player. Letzterer dient dazu, dass man Deine Podcast-Episoden auch direkt auf Deiner Webseite streamen und herunterladen kann.

Nach der Installation musst Du beide Plugins aktivieren. Sobald Du dies getan hast, erscheinen auf der linken Seite im Menü neue Optionen. Zum einen gibt es einen Punkt mit dem Namen Podlove, wo Du im nächsten Schritt die ganzen notwendigen Einstellungen zu Deinem Podcast machen kannst. Zum anderen gibt es nun einen Punkt mit dem Namen Episoden, wo Du am Ende Deine Podcast-Folgen veröffentlichen kannst. Und zwar tust Du das auf ziemlich genau die gleiche Art und Weise, wie Du einen Blogbeitrag veröffentlichst. Aber dazu weiter unten mehr.


Falls Du Dich noch nicht so gut in WordPress auskennst: Ich habe eine kostenlose PDF-Anleitung erstellt, die die wichtigsten Funktionen in WordPress erklärt. Außerdem findest Du auf meinem Blog eine Mini-Anleitung zum gleichen Thema.


Schritt 2: Podlove-Settings aufrufen

Unter dem Punkt Podlove findest Du neben vielen weiteren Unterpunkten die Podcast Einstellungen, die Du anklicken musst.

podlove screenshot 01

Die Einstellungen sind in fünf Bereiche untergliedert, die Du über die Reiter oben anklicken kannst, um Dich durch die Bereiche zu navigieren: Beschreibung, Medien, Player, Lizenz und Verzeichnis. Lass uns mit einem konkreten Beispiel arbeiten, damit Du einen besseren Eindruck davon bekommst, was Du wo einstellen beziehungsweise eingeben musst. Ich ziehe dafür mal wieder meine allseits beliebte fiktive Figur Massimiliano Mustermann heran – seines Zeichens Bewerbungs-Coach. Vielleicht kennst Du ihn schon aus meinen Büchern. 😉

podlove screenshot 03

Wichtig: Du musst jede Änderung erst abspeichern, bevor Du zur nächsten Registerkarte weitergehst!

Schritt 3: Beschreibung

Hier benennst Du zunächst Deinen Podcast. Herr Mustermann wählt den Titel „Mustermanns Bewerber-Training“. Der Untertitel lautet „Das Coaching zum Anhören“.

Die Zusammenfassung ist ein ausführlicher Text, der den Podcast näher beschreibt. Herr Mustermann lädt noch ein Bild hoch, das als allgemeines Cover für den Podcast dient. Dieses sollte mindestens 1400 × 1400 Pixel und maximal 3000 × 3000 Pixel groß sein. Außerdem muss es – wie die Werte es vermuten lassen – quadratisch sein.

Die Merkhilfe dient nur der internen Benennung der Podcast-Episoden. Man benutzt hierfür am besten eine Abkürzung. Herr Mustermann wählt dafür „MBT“. Bei Sprache wählt man am besten Deutsch und bei Typ empfehle ich die Einstellung „Episode“ (und nicht „Serie“). Änderungen speichern!

Schritt 4: Medien

Du musst nun das Upload-Verzeichnis festlegen. Das ist ein ganz grundlegender Unterschied zu sonstigen Medien (Bilder, Audiodateien, Dokumente), die Du auf Deine Webseite hochlädst. Denn diese landen automatisch im Ordner „wp-content“, der sich zusammen mit all den anderen WordPress-Daten auf dem Server Deines Webhosting-Anbieters befindet. Um auf diese Dokumente zugreifen zu können, benötigst Du einen FTP-Client, mit dem Du ebenfalls neue Ordner erstellen kannst. Aber dazu kommen wir gleich noch (Schritt 12). Du musst jetzt erst einmal das Verzeichnis festlegen. Es bietet sich an, dafür einen Ordner mit dem Namen „podcast“ im Ordner „wp-content“ anzulegen. Herr Mustermann aus unserem Beispiel tut dies, sodass sein Pfad wie folgt lautet: https://massimiliano-mustermann.com/wp-content/podcast/

Du musst also an Deine Domain lediglich „/wp-content/podcast“ anhängen und dies im Feld eingeben. Änderungen speichern!

Schritt 5: Player

Hier kannst Du den Web Player gestalten, mit dem der Podcast direkt auf Deiner Webseite wiedergegeben werden kann. Wähle dafür „Podlove Web Player 5“ (oder „Podigee Podcast Player“, falls Du den Dienst Podigee nutzt). Kapitel einblenden: Bei dieser Option wähle ich immer „unsichtbar“. Sie ist dann interessant, wenn Du Deine Podcast-Episode in Kapitel untergliederst. Web Player automatisch einfügen: Ich füge den Player gerne am Anfang ein, aber das ist Geschmackssache. Änderungen speichern!

Schritt 6: Lizenz

Bei diesem Punkt legst Du fest, unter welchen urheberrechtlichen Bedingungen Du Deinen Podcast veröffentlichst. Im Dropdown-Menü Lizenzauswahl entscheidest Du Dich für eine bestimmte CC-Lizenz. Danach werden die anderen Felder automatisch angepasst. (Hier findest Du mehr Infos zu den CC-Lizenzen.) Änderungen speichern!

podlove screenshot 02

Schritt 7: Verzeichnis

Im folgenden Schritt legst Du die Informationen fest, die die Podcatcher dann abgreifen können, um Deinen Podcast in ihrem Verzeichnis aufzunehmen. Als Name des Autors verwendest Du entweder Deinen eigenen Namen oder den Deines Unternehmens. Unter Name des Herausgebers gibst Du die gleiche Information ein. Herr Mustermann gibt also bei beiden Feldern „Massimiliano Mustermann“ ein. Die Herausgeber URL ist die Webseite, auf der man den Podcast veröffentlicht. Im Falle von Herrn Mustermann also „https://massimiliano-mustermann.com“. Bei Name des Besitzers gibst Du Deinen Namen an beziehungsweise den, der bei Dir im Impressum steht. Für die E-Mail des Besitzers wählst Du am besten nicht Deine private Mail-Adresse, sondern die, die Du für Deine Webseite verwendest. Herr Mustermann wählt zum Beispiel „kontakt@massimiliano-mustermann.com“.

Jetzt wird es spannend! Du darfst nun aus einer der iTunes Kategorien eine auswählen, in die Dein Podcast thematisch am besten passt. Das ist oft gar nicht so einfach, weil oft mehrere Nischen zum Thema passen. Nimm Dir deshalb ruhig Zeit! Herr Mustermann entscheidet sich für „Business > Careers“.

Sind Deine Inhalte im Podcast auch für Kinder geeignet? Falls dem so ist, dann kannst Du bei Inhalte sind explicit ein „no“ anklicken.

Für den ganz seltenen Fall, dass Du keine weiteren Folgen mehr produzieren möchtest und Dein Podcast abgeschlossen ist, musst Du im letzten Punkt ein Häkchen setzen. Ansonsten nicht.

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Änderungen speichern!

Schritt 8: Episoden-Assets

Im Bereich Podlove links im Menü findest Du den Unterpunkt Episoden-Assets, wo Du das Medienformat (beziehungsweise Audioformat) einstellen kannst. Falls in der Liste noch nicht automatisch „MP3 Audio“ steht, dann musst Du oben auf Add new klicken. Nun klickst Du auf das Dropdown-Menü bei Asset Typ und wählst „audio“ aus. Das Dateiformat soll „MP3 Audio (mp3)“ sein. Den Rest kannst Du so belassen und musst Deine Änderungen nur noch speichern.

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Schritt 9: Podcast-Feeds

Im Unterpunkt Podcast-Feeds kannst Du den Feed generieren, nach dem Podcatcher Deine Seite durchsuchen werden, um Deinen Podcast in Ihrem Verzeichnis aufzunehmen. Wie beim vorherigen Schritt kann es sein, dass automatisch schon ein Feed erzeugt wurde. Wenn das nicht der Fall ist, dann musst Du über den Button Add new den Feed manuell erstellen. Bei Mediendatei der Episode wählst Du „MP3 Audio“ aus. Den Feed Name kannst Du selbst definieren. Ich gebe hier meistens einfach „MP3“ ein. Bei Slug (oder in meiner Version URL-Anpassung) gibst Du einen Begriff ein, damit Podlove mithilfe dieses Wortes den vollständigen Feed generieren kann. Wir wählen einfach „mp3“. Du wirst sehen, dass dieses Wort gleich auch im fertigen Feed auftauchen wird. Den Rest kannst Du so lassen, wie er ist, um dann die Änderungen zu speichern.

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Auf der nächsten Seite siehst Du nun den fertigen Feed (unter Abonnement URL), der dann nochmal wichtig wird, wenn Du Deinen Podcast bei iTunes und Co. anmelden möchtest. Der Feed von Herrn Mustermann lautet wie folgt: https://massimiliano-mustermann.com/feed/mp3/

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Schritt 10: Experten Einstellungen

Auch wenn es noch reihenweise Details gibt, die Du einstellen kannst, so musst Du trotzdem nicht jeden einzelnen Unterpunkt durchgehen. Einen wichtigen gibt es jedoch noch: Bei Experten Einstellungen > Web Player musst Du unter MP3 Audio ebenfalls „MP3 Audio“ einstellen. Und natürlich die Änderungen speichern!

podlove screenshot 05

Schritt 11: FTP-Client installieren und öffnen

Ich hatte es ja weiter oben schon erwähnt: Du benötigst für den Upload Deiner MP3-Dateien auf den Server Deines Webhosting-Anbieters einen sogenannten FTP-Client. Dieser ermöglicht es, auf jeden Ordner zuzugreifen, der sich auf Deinem Webspace befindet. Vor allem kannst Du auch neue Ordner erstellen. Ich habe ja einige nützliche Tools, die ich für meine Arbeit verwende und für derartige FTP-Anliegen nutze ich das kostenlose FileZilla. Falls Du noch keinen FTP-Client auf Deinem Computer installiert hast, dann musst Du dies nun tun, bevor Du fortfahren kannst.

Wenn Du FileZilla startest, benötigst Du die Zugangsdaten für Deinen Server, um überhaupt Zugriff auf die Dateien zu bekommen. Macht ja irgendwie auch Sinn, denn sonst könnte jeder beliebig Dateien auf Deinen Server hochladen oder Dateien herunterladen. Diese Zugangsdaten für den Server kann Dir Dein Webhosting-Anbieter mitteilen, wenn Du den Support kontaktierst. Insgesamt benötigst Du vier Komponenten: den Server (Webadresse), Deinen Benutzernamen, Dein Passwort und die Nummer vom Port. Das klingt vielleicht für Dich zunächst wie Raketenwissenschaft, aber kontaktiere einfach den Support Deines Webhostings und Du wirst die Daten bekommen.

Wenn Du Dich nun erfolgreich im FTP-Client eingeloggt hast, siehst Du auf der linken Seite die lokalen Dateien, die sich auf Deinem Computer befinden. Auf der rechten Seite siehst Du die Dateien, die sich auf Deinem Server befinden. Die Dateien sind nach Ordnern strukturiert, ähnlich wie Du es vom Windows Explorer kennst. Du musst Dich also immer zum jeweiligen Ordner beziehungsweise zur jeweiligen Datei navigieren (mit Doppelklick).

Schritt 12: Ordner erstellen und Audiodateien hochladen

Navigiere Dich zuerst auf Deinem Server in den Ordner „wp-content“ Deiner gewünschten Webseite. Hier musst Du aufpassen, falls Du mehrere Webseiten betreibst. Denn jede Webseite hat ihren eigenen wp-content-Ordner. Nun musst Du in diesem Ordner einen neuen Ordner erzeugen, der den gleichen Namen trägt, den Du in Schritt 4 verwendet hast. Ich habe in diesem Tutorial den Ordner „podcast“ genannt. Deshalb kreiere ich jetzt einen Ordner, der genau diesen Namen trägt. Dafür klickst Du mit der rechten Maustaste in einen freien Bereich des Ordners und klickst auf Verzeichnis erstellen (entspricht „neuen Ordner erstellen“). Anstatt „Neues Verzeichnis“ schreibst Du „podcast“, sodass das Verzeichnis aus unserem Beispiel wie folgt lautet: /public_html/massimiliano-mustermann.com/wp-content/podcast

podlove screenshot 09

Durch einen Doppelklick öffnest Du dieses neue Verzeichnis beziehungsweise diesen neuen Ordner.

Im linken Bereich navigierst Du Dich nun zu dem Ordner, auf dem sich Dein Podcast befindet. Du ziehst nun alle Podcast-Folgen per Drag’n’Drop auf die rechte Seite in den eben erstellten Ordner. Wichtig: Die Audiodateien sollten im MP3-Format sein! Hier hat sich eine Bitrate von 128 Bit/s bewährt. Übrigens nehmen dann 10 Minuten Audio knapp 10 MB an Speicherplatz in Anspruch. Also behalte den verfügbaren Serverspace im Auge!

Schritt 13: Episode erstellen

So. Wir sind fast fertig! Im finalen Schritt erstellen wir eine Podcast-Episode. Klicke dafür auf Episoden > Hinzufügen (oder Episoden > Add new). Es öffnet sich ein Fenster, das genauso aussieht wie der normale Editor für das Schreiben eines Beitrags. Wie ein Beitrag wird jede Podcast-Episode auch auf Deinem Blog veröffentlicht. Allerdings haben Blogbeiträge und Podcast einen unterschiedlichen Feed.

Du kannst ganz normal, wie Du es bei einem Beitrag gewohnt bist, einen Titel angeben, Schlagwörter eingeben und ein Beitragsbild festlegen. Letzteres ist gleichzeitig das Cover für die jeweilige Podcast-Episode. Herr Mustermann beispielsweise wählt als Titel „Mustermanns Bewerber-Training Episode 1“.

Unterhalb kannst Du weitere Infos zur Podcast Episode hinzufügen. Wähle die Nummer der Episode, lege einen Untertitel fest und schreibe eine Zusammenfassung. Hier reißt Du nur kurz den Inhalt der Podcast-Folge an, ohne zu viel zu verraten. Dieser Text erscheint auch in iTunes und Co. unter dem Podcast. Man bezeichnet diese inhaltliche Zusammenfassung in der Fachsprache auch als „Show Notes“.

podlove screenshot 10

Slug von Mediendatei der Episode: In dieses Feld musst Du den Dateinamen Deiner Audiodatei angeben – allerdings ohne die Endung „.mp3“. Herr Mustermanns Datei hieß „MBT_001.mp3“. Deshalb gibt er in dieses Feld „MBT_001“ ein. Unten bei Mediendateien aktualisiert sich die Zeile ganz von selbst oder zeigt eine Fehlermeldung an. Als nächstes musst Du auf detect duration klicken, um die Laufzeit der Podcast-Folge berechnen zu lassen.

Als letztes musst Du nur noch auf Veröffentlichen klicken, wie Du es bei Blogbeiträgen auch tust. Fertig! Die Podcast-Episode wird nun auf Deinem Blog angezeigt.

Fazit

Am Anfang ist es ziemlich aufwändig, alles in Podlove einzurichten. Allerdings musst Du in Zukunft nicht für jede einzelne Podcast-Folge die gesamte Prozedur wiederholen. Viele Aspekte in diesem Tutorial sind grundsätzliche Einstellungen, die Du einmal tätigst. Für die nächsten Episoden Deines Podcasts brauchst Du lediglich die Schritte 12 und 13 zu wiederholen. Sprich: Du lädst mithilfe eines FTP-Clients die Audiodatei(en) auf den Server und erstellst die Episode in WordPress.

Falls Du mit einem Tutorial-Video besser arbeiten kannst:

Im nächsten Artikel werde ich Dir zeigen, wie Du Deinen Podcast bei iTunes und anderen Anbietern anmelden kannst. Dafür wirst Du den Feed benötigen, den Du in Schritt 9 erstellt hast. Ich kann Dich auf jeden Fall beruhigen: Ganz so zeitaufwändig und kompliziert werden die nächsten Schritte nicht. Im Gegenteil. Das Anmelden Deines Podcasts auf Basis der Vorarbeit aus diesem Tutorial ist schnell gemacht!

*Affiliate Link

**Beitragsbild von israel palacio auf Unsplash


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4 Gedanken zu „Podcast erstellen mit Podlove – die Anleitung für WordPress

  1. Hallo,
    I wollte mein Podlove podcast mit iTunes verbinden. Leider kommt folgende Fehler.

    Es können keine Folgen Ihres Feeds geladen werden.
    in https://validator.w3.org/feed/check Fehler:
    This feed does not validate.

    line 39, column 0: url must be a full URL: https://erdemed.com/podlove/file/1/s/feed/c/mp3/Enerel-Uur_Savsana _ft.baatarfly.mp3 [help]

    <enclosure url="https://erdemed.com/podlove/file/1/s/feed/c/mp3/Enerel-Uur_S
    In addition, interoperability with the widest range of feed readers could be improved by implementing the following recommendation.

    line 1, column 38: Use of unknown namespace: http://podlove.org/simple-chapters [help]

    <rss version="2.0"

    Woran liegt das Problem

    Danke im Voraus

    1. Hallo Sasha, leider ist eine Ferndiagnose schwierig. Hast Du schon nach dem Fehler gegoogelt? Hier kann es hilfreich sein, wenn Du die Fehlermeldung in Anführungszeichen in die Suche eingibst. Ich werde in den kommenden Tagen eine Anleitung schreiben, wie man seinen Podcast bei iTunes anmelden kann. Dazu werde ich selbst noch ein paar Details recherchieren müssen und bin dann vielleicht schlauer. Falls ich Dein Problem dann lösen kann, melde ich mich nochmal.

      Viele liebe Grüße
      Dominik

  2. Hallo Dominik, seit dem letzten Update meines Themes (oceanwp) funktioniert das Plugin nicht mehr. Das bedeutet sobald ich eine Folge veröffentliche, wird diese zwar angezeigt aber sämtliche Texte und der Player fehlen. Auch iTunes, Spotify usw können nichts abrufen. Kannst du mir eine Theme empfehlen wo podlove ohne Probleme läuft?

    1. Hi Christian, ich benutze für diese Webseite hier das Theme „Sydney“. Ansonsten kann ich auch sicher sagen, dass das Podlove-Plugin bei den Themes „Twenty Twenty“ sowie „Twenty Eleven“ läuft. Generell empfiehlt es sich, für so etwas mit Themes von kommerziellen Anbietern zu arbeiten, da diese in der Regel Fehler schneller beheben. „Sydney“ ist beispielsweise auch ein kommerzielles Theme – es gibt aber neben der kostenpflichtigen Variante auch eine kostenlose Variante. Auch „Astra“ ist sehr beliebt.

      Viele liebe Grüße
      Dominik

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